Ein virtueller Rundgang Löbauer Berg

Löbauer Berg Ansicht Berg

Aus allen Richtungen können Sie ihn aus der Ferne sehen: den Löbauer Berg. 448 Meter hoch thront die sattelförmige Doppelerhebung über der Landschaft. Er hebt sich damit markant von der ansonsten flachen Umgebung ab und beherbergt in seinem Gipfelbereich das größte quellkuppenartige Basaltvorkommen der Oberlausitz. Vor über 20 Millionen Jahren war es, als die Erde dieses Gestein in flüssiger Form an die Oberfläche schleuderte. Später rasierten Eismassen die Spitzen ab und gaben dem Berg seine heutige Form. Die artenreiche Flora und Fauna, gut ausgeschilderte ruhige Wanderwege sowie zahlreiche Denkmäler machen ihn zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in Sachsen. Dazu trägt zum großen Teil der gusseiserne König Friedrich August Turm bei, der mittlerweile als Weltsensation gilt.

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Zwei Berge – ein Begriff

Obersorbisch heißt der Löbauer Berg Lubijska Hora. Landläufig meinen die Löbauer damit das gesamte Bergmassiv, doch eigentlich ist der Löbauer Berg nur einer der zwei Erhebungen. Die Andere trägt den Namen Schafberg und ist mit 450 Metern sogar noch ein Stück höher als sein Nachbar. Auch die nachweisbar erste Besiedlung fand nicht auf dem Löbauer- sondern auf dem Schafberg statt. In der späten Bronzezeit, etwa 1.100 Jahre v. Chr., wohnten hier Menschen, die der Bandkeramikkultur zuzuordnen sind. Lange allerdings haben sie es hier nicht ausgehalten, nur ungefähr 100 Jahre wohnten sie hier. Von ihnen übriggeblieben ist lediglich der Rest eines Ringwalles. Das Zentrum Ihrer Siedlung ist mit dem Areal des Löbauer Fernsehturmes überbaut worden.

Der Löbauer Berg, ein Touristenmagnet

Als Slawen und später deutsche Einwanderer vom Land Besitz ergriffen, diente der Berg als Weidefläche – daher auch der Name Schafberg. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts begann der Löbauer Rat, das Gelände mit Bäumen zu bepflanzen. Der Wald wuchs, sodass es 1842 bereits 185 Hektar waren und 1850 251 Hektar, die das Berggelände bedeckten. Auch die touristische Erschließung ging voran. Eine kleine Bretterbude für Wanderer entstand. Später kam eine Berggasstätte dazu, ein Ausschank am Honigbrunnen und 1854 ein gusseiserner Turm mit Restauration. Im Laufe der Zeit lockte der Löbauer Berg mehr und mehr Besucher an. Heute sind es jährlich Tausende, die sich an der Naturvielfalt des seit 1961 zum Landschaftsschutzgebiet erklärten Gebietes erfreuen. Doch nicht nur das macht den Berg so interessant. Es sind auch die vielen Sagen und Mythen, auf deren Spuren man hier wandeln kann. Wie zum Beispiel die Sage von der Wunderblume.

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